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Urwüchsige Natur am Grossen Aletschgletscher

Urwüchsige Natur am Grossen Aletschgletscher
Der Aletschwald, eingebettet in die beeindruckende Landschaft des Unesco-Weltnaturerbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch, gehört zu den faszinierendsten Naturgebieten der Schweiz. Am Rande des Grossen Aletschgletschers, dem längsten Gletscher der Alpen, erstreckt sich dieser uralte Arven- und Lärchenwald, der einen einzigartigen Einblick in die alpine Naturentwicklung bietet.

Der Aletschwald, der sich zwischen 1600 und 2200 Metern über Meer erstreckt, ist eines der ältesten Waldgebiete der Alpen. Einige der hier wachsenden Arven sind über 900 Jahre alt und zählen damit zu den ältesten Bäumen der Schweiz. Neben Arven prägen Lärchen und Fichten das Bild des Waldes, der sich in den letzten Jahrhunderten durch den Rückzug des Aletschgletschers kontinuierlich verändert hat. 

Der Gletscher formt die Landschaft noch immer – mit jedem weiteren Rückgang gibt er neue Flächen frei, auf denen sich erste Pflanzen ansiedeln und langsam neue Lebensräume entstehen. Dieser dynamische Prozess macht den Aletschwald zu einem lebendigen Lehrbuch der Naturgeschichte.

Einzigartige Flora und Fauna
Durch die abwechslungsreichen Lebensräume ist der Aletschwald Heimat zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten. Wer mit offenen Augen durch den Wald wandert, kann Birkhühner, Tannenhäher und Bergmolche entdecken. Auch der Alpensalamander, das Murmeltier und der Steinadler sind hier beheimatet. 

Botanisch zeichnet sich der Aletschwald durch eine vielfältige Vegetation aus. Flechten und Moose besiedeln die von Gletschern geformten Felsen, während Alpenrosen, Wacholder und Heidelbeeren die Waldränder beleben.

Ein dichtes Netz an Wanderwegen macht den Aletschwald zu einem beliebten Ziel für Naturfreunde. Besonders eindrucksvoll ist der Aletsch-Panoramaweg, der spektakuläre Ausblicke auf den Grossen Aletschgletscher bietet. Auch der Wald-Erlebnisweg ist empfehlenswert, da er auf Thementafeln spannende Informationen zur Entstehung des Waldes und seiner Bewohner vermittelt.

Der Aletschwald ist Teil des Unesco-Weltnaturerbes und steht unter strengem Schutz. Hier gilt das Prinzip des sanften Tourismus – Besucher sind eingeladen, die Natur zu geniessen, aber gleichzeitig darauf zu achten, die empfindlichen Ökosysteme nicht zu stören.

 
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